PROJEKTE

BUCH

"Fatale Männlichkeiten – Kollusive Weiblichkeiten"

Zur Furorwelt des Münchner Hitler. Folgen über Generationen

 

Der gigantische Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus verstört weiterhin. Viele drängende Fragen sind geblieben, insbesondere im Hinblick auf die unvorstellbare Gewaltausübung. Wir als Resonanzgruppe von fünf AutorInnen sind über Jahre hinweg einem faktischen wie emotionalen Prozess gefolgt zu dessen Resultaten dieses Buch gehört. Es hat 313 Seiten und ist 2020 bei Marta Press erschienen. Zusätzlich zu meinem Engagement als Mitautorin sind während unseren Resonanzgesprächen Bilder entstanden, die unser Ringen in einer „anderen Sprache“ zeigen.

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AUSSTELLUNG

Hanne Kircher und Anette Mainda in Tannheim/Tirol

 

Vom 14. September bis zum 06. Oktober 2018 fand unsere Ausstellung „Gedenken – Demut – Solidarität“ in Tannheim/ Tirol in der „Raiffeisen Galerie Augenblick“ statt. Ich konnte unter anderem mein Projekt „Dachau“ präsentieren. Anette Mainda zeigte Holzarbeiten, die mit der Kettensäge entstanden sind (Bild oben rechts).

Zur Finissage gab es eine Lesung mit Dr. Jürgen Müller-Hohagen aus seinem Buch „Wagnis Solidarität – Zeugnisse des Widerstehens angesichts der NS-Gewalt“.

 

 

 

Von links: Hanne Kircher, David Savill (Artistic Director Age Exchange)

©Foto: Age Exchange

Hilary Payne und Dietrich Filsinger

©Foto: Age Exchange

AUSTAUSCH

„Meeting in No Man’s Land – Begegnungen im Niemandsland“. Ein Britisch-Deutscher Austausch zu den Spuren des Ersten Weltkriegs in den Familien.

 

Das 5-tägige Treffen von zwölf britischen und zwölf deutschen SeniorInnen fand von 08. bis 12. April 2016 in München und Rosenheim statt. Anhand von Erinnerungsstücken – Fotos, Briefen, Medaillen usw. erzählten die Menschen beider Länder einander von ihren Vorfahren, vom Kriegs-Erbe, das bis heute in vielen Familien wirksam ist – bewusst oder unbewusst. Der Austausch wurde von mir künstlerisch begleitet. Die Idee: ich ließ von allen Teilnehmern und der eingeladenen Schulklasse gemeinsam eine Kette zusammenfügen und mit den recherchierten Vornamen aus der eigenen Familie beschriften. Die Kette als Symbol der Aneinanderkettung und gleichzeitig der Verbindung aller Beteiligten, ob Freund ob Feind, Gefallene, Zivilisten, Männer, Frauen, Kinder. Mit der „Kette der Erinnerung 14/18“, deren Kettenglieder an die Erkennungsmarken der Soldaten erinnern, entstand eine ganz individuelle Kette – inzwischen ca. 30 Meter lang-, denn jeder aufgeschriebene Name macht einen Menschen sichtbar und die Würdigung seines Schicksals. Unser Wunsch ist, dass weitere Begegnungen stattfinden (auch international*), denn angesichts des aktuellen Weltgeschehens gewinnt die Betrachtung der eigenen Geschichte an Bedeutung für Gegenwart und Zukunft.

*) rund 40 Nationen waren am Ersten Weltkrieg beteiligt.

 

Projektpartner: Age Exchange, London, University of Essex, Caritas Rosenheim, Münchner Bildungswerk, Ev. Bildungswerk München, Dachau Institut, Dachau.

Eingeladen: Schülerinnen und Schüler des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums, Landsberg/L.

 

Von der 5-tägigen Begegnung entstand ein berührender Dokumentarfilm von 90 Minuten, gefilmt vom Filmteam des britischen Projektpartners Age Exchange.

Link zum Film:

> Meeting in No Man's Land

Von links: Max Mannheimer (1920-2016),

Karin Schreifeldt, Hanne Kircher und

Dr. Jürgen Müller-Hohagen

©Foto: Oranna Erb

Hommage an 1.600 Menschen, 2008/2012

Neun von 1.600 Bildern

Mischtechnik: Pigmente, Aquarell, Ölkreide auf Papier, 10 x 15 cm

 

AUSSTELLUNG

Im Institut des ÄPK „Ärztlich Psychologischer Weiterbildungskreis“ wurde mein  Projekt „KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ritual. Protokoll in Form einer künstlerischen Arbeit“ erweitert durch eine „Hommage an 1.600 Menschen“ im Oktober 2012 ausgestellt.

 

Infolge der Brisanz des Themas, gerade auch für die Psychotherapie, hat Karin Schreifeldt, Psychoanalytikerin in München, die Ausstellung für das Sommersemester 2012 im Institut ÄPK angeregt. Mit einer von ihr moderierten diskursiven Finissage wurde die Ausstellung am 08. Oktober 2012 beendet.

 

Vor interessierten und engagierten Teilnehmenden sprachen:

Max Mannheimer, Überlebender des Holocaust, Künstler und Autor und

Dr. Jürgen Müller-Hohagen, Psychologischer Psychotherapeut

anlässlich meines Kunstprojektes über das Ringen um die Verarbeitung der NS-Vergangenheit  in der Gesellschaft, in der Psychotherapie/Psychoanalyse und in der Kunst. Sie sprachen auch über die in ihren Augen gegebenen Möglichkeiten der Verarbeitung der NS-Vergangenheit durch Psychotherapie/Psychoanalyse und durch Kunst.

 

©Fotos: Roswitha Pross

KÜNSTLER-DIALOG

Verbindung von Kontinent zu Kontinent – von Herz zu Herz

 

Angeregt durch die Soziologinnen Fatema Mernissi und Greta Tüllmann ist eine Begegnung der Künstlerinnen Regraguia Benhila aus Essaouira/Marokko, Roswitha Pross und Hanne Kircher aus München entstanden; und nach und nach eine Annährerung zwischen unterschiedlichen Kulturen.

 

Dabei fand ein intensiver Austausch über künstlerisches Schaffen statt, eingebettet in eine Atmosphäre der Freundschaft, wie wir sie nur selten erleben.

Gemeinsame Projekte, Ausstellungen, Feste, Ausflüge, Gnawa-Musiknächte, ein Musik-Dialog, gemeinsame öffentliche Konzerte, eine Musik-CD, ein Film… und vor allem das Kennenlernen der jeweiligen Freundes- und Familienkreise hat uns über 15 Jahre von Herz zu Herz verbunden. In einer Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird – der Kunst.

 

Sie erlaubte uns, dass wir einander näher kommen, uns austauschen und weiterentwickeln. Vorurteile konnten in Offenheit und tiefes, ehrliches Interesse verwandelt werden.

 

Dieser Künstler-Dialog wird eindrücklich dokumentiert in dem 2007 entstandenen Film „Das Geheimnis liegt in den Träumen“ (40 Min.) von Roswitha Pross und Mirna Brkanovic.

Einen 13minütigen Ausschnitt finden Sie hier:

> Das Geheimniss liegt in den Träumen

 

Am 09. Nov. 2009 ist Regraguia Benhila völlig unerwartet von uns in eine andere Welt gegangen. Wir durften sie an diesem Nachmittag noch in ihrer ganzen Kraft in ihrem Haus erleben.