
Von links:
Max Mannheimer, Karin Schreifeldt, Hanne Kircher und Dr. Jürgen Müller-Hohagen
Foto: Oranna Erb

Foto: Roswitha Pross
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Im Institut des ÄPK „Ärztlich Psychologischer Weiterbildungskreis“ wurde mein Projekt „KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ritual. Protokoll in Form einer künstlerischen Arbeit“ erweitert durch eine „Hommage an 1.600 Menschen“ im Oktober 2012 ausgestellt.
Infolge der Brisanz des Themas, gerade auch für die Psychotherapie, hat Karin Schreifeldt, Psychoanalytikerin in München, die Ausstellung für das Sommersemester 2012 im Institut ÄPK angeregt. Mit einer von ihr moderierten diskursiven Finissage wurde die Ausstellung am 08. Oktober 2012 beendet.
Vor interessierten und engagierten Teilnehmenden sprachen:
Max Mannheimer,
Überlebender des Holocaust, Künstler und Autor und
Dr. Jürgen Müller-Hohagen,
Psychologischer Psychotherapeut
anlässlich meines Kunstprojektes über das Ringen um die Verarbeitung der NS-Vergangenheit in der Gesellschaft, in der Psychotherapie/Psychoanalyse und in der Kunst. Sie sprachen auch über die in ihren Augen gegebenen Möglichkeiten der Verarbeitung der NS-Vergangenheit durch Psychotherapie/Psychoanalyse und durch Kunst.
2012/2013:
Das Münchner Bildungswerk in Kooperation mit dem Evang. Bildungswerk hat mit Herrn Dr. Jürgen Müller-Hohagen eine dreiteilige Seminarreihe „Der lange Schatten des Krieges“ veranstaltet.
Bei der dritten Veranstaltung im Januar 2013 zum Thema „Verarbeitungsmöglichkeiten der NS-Zeit“ konnte ich mein Kunstprojekt
„KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ritual. Protokoll in Form einer künstlerischen Arbeit“ erweitert durch eine „Hommage an 1.600 Menschen“ vorstellen. Die Mittel der Malerei, der ritualhaften Meditation und Dokumentation, die ich für meine eigene Auseinandersetzung entwickelte, brachte mir neben scham- und angstbesetzten Erinnerungen auch eine innere Ruhe. Davon können beispielhaft Anregungen ausgehen zur Bearbeitung der Spuren, die der Nationalsozialismus bei uns hinterlassen hat.
Im Team mit Karin Schreifeldt, Psychoanalytikerin, und Dr. Müller-Hohagen, Psychologischer Psychotherapeut, ist es gelungen, die im ÄPK (siehe oben) begonnene diskursive Verarbeitung der Menschheitsverbrechen und des Zivilisationsbruchs der NS-Zeit im Dialog zwischen Kunst und Psychotherapie/ Psychoanalyse weiterzuführen.
KÜNSTLER-DIALOG
Verbindung von Kontinent zu Kontinent
von Herz zu Herz
Aus der ursprünglichen Begegnung der Künstlerinnen Regraguia Benhila aus Essaouira/Marokko, Roswitha Pross und Hanne Kircher aus München ist nach und nach eine Annährerung zwischen unterschiedlichen Kulturen entstanden.
Dabei fand ein intensiver Austausch über künstlerisches Schaffen statt, eingebettet in eine Atmosphäre der Freundschaft, wie wir sie nur selten erleben.
Gemeinsame Projekte, Ausstellungen, Feste, Ausflüge, Gnawa- Musiknächte, ein Musik-Dialog, gemeinsame öffentliche Konzerte, eine Musik-CD, ein Film… und vor allem das Kennenlernen der jeweiligen Freundes- und Familienkreise hat uns über 13 Jahre von Herz zu Herz verbunden. In einer Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird – der Kunst.
Sie erlaubte uns, dass wir einander näher kommen, uns austauschen und weiterentwickeln. Vorurteile konnten in Offenheit und tiefes, ehrliches Interesse verwandelt werden.
Am 09. Nov. 2009 ist Regraguia Benhila völlig unerwartet von uns in eine andere Welt gegangen. Wir durften sie an diesem Nachmittag noch in ihrer ganzen Kraft erleben.
Für Regraguia
Mit meinem Herzen
habe ich die Schönheit und Größe
Deines Herzens erblickt
im Leben, im Jetzt, im Sterben.
In unseren Spielen, im Lachen
denken wir an Dich – bist Du bei uns
so nah wie eines Schmetterlings Flügelschlag
zart wie die Liebe – kraftvoll wie die Tat.
Warum sollten wir nicht weiterspielen, weiter lachen ?!

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